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TANGO ARGENTINO

Im Mai 1984 wurde von uns der erste Tangoworkshop in der Region mit den Lehrern
Juan-Dietrich Lange und Annette Lange organisiert. Von Anfang an faszinierte uns der Tango vom Rio de La Plata als Tanz, als Musik, als Lied, als Lebensgefühl.

Kurze Geschichte des Tangos

Der Tango ist ein sehr europäisch geprägter lateinamerikanischer Tanz.

Er entstand Ende des 19. Jhdts. in den beiden Zentren Montevideo und Buenos Aires an der Mündung des Rio de La Plata, aus einer Mischung vieler verschiedener Kulturen.

Während der Jahrzehnte, in denen sich der Tango entwickelte, war eine deutliche hierarchische Struktur der aus völlig verschiedenen Herkunftsländern stammenden Bevölkerungsgruppen noch wenig ausgeprägt. Viele der Einwanderer fühlten sich heimat- und haltlos. Anfängliche Sprachprobleme und wirtschaftliche Not kamen hinzu. Zudem herrschte zunächst extremer Frauenmangel, was Prostitution und Frauenhandel zur Folge hatte. Entwurzelung, Melancholie, Heimweh, Einsamkeit und soziale Chancenlosigkeit /Ungerechtigkeit prägten das Klima.

In diesem gesellschaftlichen Klima, quasi als Substrat daraus, wurde der Tango als Musik, als Lied, als Tanz und als Lebensgefühl kreiert.

Das wichtigste Instrument des Tangos, das Bandoneon, wurde von dem deutschen Auswanderer Heinrich Band entwickelt.

Ab etwa 1876 kamen Hunderttausende von Europäern nach Argentinien und Uruguay, hauptsächlich in die beiden Städte Buenos Aires und Montevideo an der Mündung des Rio de La Plata. Zwei Zahlen verdeutlichen die Situation:

Einwohner Buenos Aires im Jahr 1865 – 150.000, kaum 50 Jahre später hatte sich die Zahl verzehnfacht. Einwohner Buenos Aires im Jahr 1914 – 1. 500. 000.

Einwanderer und Einheimische vermischten sich mit der Zeit, das Stadtbild veränderte sich nach europäischem Geschmack. Überfluß und Luxus entstanden durch den Export von Saatgut und Rindfleisch. Als Gegenpol hierzu entwickelten sich die Mietskasernen und Fabriken in den Vorstädten. Extreme Arbeitsausbeutung prägte die Zeit, Gewerkschaften entstanden, Arbeitskämpfe begannen.

Die sogenannte Vorstadt, in der der Tango entstand, wurde bevölkert von Indios - Reste der Urbevölkerung, Afrikanern – Nachfahren der ehemaligen Sklaven, Kreolen – Nachfahren der Spanier, Gringos – Einwanderer aus Europa, Gauchos – von den Großgrundbesitzern vertriebene Landarbeiter.

Während dieser Zeit (1865 – 1914) wurden typische Gestalten des Tangos benannt/erfunden: Der sogenannte Lunfardo – der Ganove – der Heimatlose, der noch kein wirklicher Städter war, der Compadre – der Gevatter und der Compadrito – der Nacheifernde.

Orte der Vermischung und der Verbindung entstanden: die Straßen, die Mietskasernen, Vergnügungsetablissements. Hier entwickelte sich der Tango.

Die etablierte Mittel- und Oberschicht lehnte den Tango anfänglich allerdings als zu öbszön und vulgär ab. Erst als der Tango in eleganten Salons in Europa durch reisende Sänger, Musiker und Tänzer in den sogenannten goldenen Zwanziger Jahren zum grandiosen Erfolg wurde, fand er auf diesem Umweg Eingang in alle Schichten in seiner Heimat.

Während der Zeit des Hitlerregimes war Europa mit anderen Dingen beschäftigt.

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